Das zweite Projekt widmet sich der Bekämpfung des Indischen Springkrauts (Impatiens glandulifera), einer invasiven Pflanze, die sich vor allem in feuchten Lebensräumen rasant und flächig ausbreitet. Durch ihre hohe Konkurrenzkraft verdrängt sie heimische Moorbewohner und verändert sensible Pflanzengesellschaften.
Das Indische Springkraut kam um 1840 als eingeschleppte Zierpflanze aus dem Himalaya-Gebirge nach Europa. Seit Beginn des 20. Jhdt. ist es in der freien Natur nachgewiesen und breitet sich seither rasant aus.
Im Schremser Hochmoor gibt es ein Vorkommen auf rund 0,2 Hektar, das derzeit noch isoliert ist. Durch rechtzeitiges und konsequentes Handeln kann eine weitere Ausbreitung noch verhindert werden. Die Entfernung des Springkrauts erfolgt ausschließlich händisch und besonders schonend für den empfindlichen Moorboden.
Dies erfolgt unter Einbindung ehrenamtlicher Helfer:innen. So wird Naturschutz erlebbar gemacht,
was einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung leistet. Die Projektlaufzeit erstreckt sich von
Jänner 2026 bis Dezember 2028. Vorbereitende Arbeiten fanden auch schon vor Projektbeginn statt.
Das Projekt „Wiederherstellung wichtiger Lebensräume in Naturparken – Renaturierung des Schremser Hochmoors“ wird zu 100 Prozent
durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen
und Wasserwirtschaft gefördert.