Umsetzung des Naturparkkonzeptes - Projektbeschreibung

Projekt „Naturpark Hochmoor Schrems: Strukturelle Festigung, qualitative Weiterentwicklung sowie Umsetzung des Naturpark-Konzepts“ 
(Antrags Nr.: LE-78-03-NOE-2025-42583)

Projektlaufzeit 11.04.2025 – 31.12.2026

Der Naturpark Hochmoor Schrems war an der Leitbildentwicklung des Vereins Naturparke NÖ beteiligt und bekennt sich zur 4-Säulen-Philosophie und den gemeinsamen Werten der Naturparke. Er steht in engem Austausch mit der Gemeinde Schrems, dem Land NÖ, dem Verband der Naturparke Österreich, dem Verein der Naturparke Niederösterreichs und seiner Naturparke - „Familie“ und ist gemeinsam um eine nachhaltige und positive Entwicklung aller Säulen bemüht! Des Weiteren wurde ein neues Naturparkkonzept für die Periode 2025 bis 2030 erstellt welches es nun mit Unterstützung des aktuellen Projekts bestmöglich umzusetzen gilt.

Vier Säulen der Naturparke:

Ad Säule Schutz: 

Der Naturpark Hochmoor Schrems ist ein einzigartiges Naturschutzgebiet mit einer Reihe von seltenen und schützenswerten Lebensräumen und Lebewesen. Besonderer Wert wird hier auf langfristig sinnvolle Moor-Erhaltungs- und Renaturierungs-Strategien gelegt. Artschutz, Klimaschutz, Biotopschutz und Biotopvernetzung sind in unserer „Naturpark DNA" verankert. Ein Austausch mit Fachexpert*innen und Institutionen wird als fruchtbar erachtet um eine bestmögliche Entwicklung zu erreichen.

Ad Säule Erholung: 

Der Naturpark Hochmoor Schrems fühlt sich dem „sanften Tourismus“ verpflichtet. Sämtliche Erholungsangebote sollen zum Wohlfühlen anregen, ein unvergessliches Erlebnis darstellen und einen sensiblen, bewussten Umgang mit dem Lebensraum Moor und der Natur im Allgemeinen, sowohl bei der heimischen Bevölkerung als auch unseren Gästen, fördern.

Ad Säule Bildung: 
Der Naturpark Hochmoor Schrems besitzt mit dem UnterWasserReich eine außergewöhnliche Bildungseinrichtung, die ein umfassendes, für alle Zielgruppen geeignetes Bildungsangebot bereithält. Primär wird sich detailliert mit Feuchtgebieten, insbesondere den Mooren und Teichen des Waldviertels, auseinandergesetzt. Hautnaher, oftmals Erstkontakt zu den typischen Natur- und Kulturlandschaften, deren Habitate und Bewohner wird ermöglicht. Auch aktuelle Themen wie der Klimawandel und Kohlenstoffkreisläufe werden altersspezifisch aufbereitet und nachhaltig vermittelt. Unsere Naturvermittler*innen zeichnen sich durch hohe Fachkompetenz, aber auch durch authentische Persönlichkeiten aus, die Freude im Umgang mit Menschen und Natur repräsentieren. Als Vermittlungsziel gilt neben Bildungsinhalten das Erwecken der Faszination durch emotionalen Kontakt zur Schönheit der Natur. Bildung gilt zudem als die wichtigste Naturschutzmaßnahme überhaupt. Das UnterWasserReich soll zukünftig stärker bundesweit als Bildungs- und Kompetenzzentrum für Feuchtökosysteme wahrgenommen und etabliert werden.

Ad Säule Regionalentwicklung: 

Im Naturpark Hochmoor Schrems und in dessen Besucherzentrum hat die Zusammenarbeit mit heimischen Betrieben einen hohen Stellenwert. Neben dem Mehrwert, Produkte aus der Region in der Region aber nicht nur für die Region, sondern auch für auswärtige Gäste, anbieten zu können, werden speziell hochwertige, regionale Erzeugnisse als Naturparkprodukte zertifiziert. Sofern möglich wird mit regionalen (Handwerks)-betrieben kooperiert, um Arbeiten am Besucherzentrum durchzuführen. Statt einem Konkurrenzgedanken geht die Entwicklung zu einem gemeinsamen Nutzen von Synergien mit anderen Ausflugszielen, und gegenseitiger Unterstützung. Bestrebungen die Gemeinde zu einer international bedeutenden Stadt für Feuchtgebiete zu erheben, sollen die Region in Zukunft zusätzlich stärken.


Weiterentwicklung des Naturparks Hochmoor Schrems

Projektziele:

Ziel des Projekts ist die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung des Naturparks Hochmoor Schrems auf strategischer und operativer Ebene. Gleichzeitig wird das Naturparkzentrum UnterWasserReich als zentrale Bildungseinrichtung des Naturparks gestärkt und kontinuierlich weiterentwickelt, modernisiert und optimiert, um seinen nachhaltigen Erfolg sicherzustellen.

Um Naturschutz betreiben zu können ist die Kenntnis des Ist-Zustandes von besonderer Bedeutung, weswegen als Monitoring System eine Artkartierung vorgenommen wird. So soll einerseits Wissen und Bewusstsein über Arten geschaffen werden, andererseits soll dieses Wissen auch als Grundlage für zukünftige Schutzüberlegungen und Projekte dienen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Zusammenarbeit mit Partnern wie Gemeinde, der Bevölkerung sowie den Grundeigentümer*innen und Landbewirtschafter*innen. Diese Partnerschaften bilden das Fundament für die erfolgreiche Entwicklung des Naturparks und werden sowohl durch formelle Instrumente wie die Naturpark-Charta oder Partnerbetriebe als auch durch gelebte Kooperationen gefestigt. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit wichtigen regionalen und überregionalen Partnerorganisationen intensiviert. Dazu zählen Einrichtungen aus den Bereichen Natur- und Artenschutz, Tourismus, Regionalentwicklung und Umwelt, darunter Landes- und Bundesstellen, als auch Institutionen der Vereinten Nationen, Naturparkverbände, Tourismusorganisationen, Schutzgebietsnetzwerke sowie nationale und internationale Expertinnen und Experten.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umsetzung der Kommunikationsstrategie. Im Fokus stehen dabei die Stärkung des Corporate Designs und der Corporate Identity, die Weiterentwicklung der Homepage sowie die Verwendung digitaler Kommunikationsinstrumente sowie digitaler Medien.

Auch die Bewusstseinsbildung spielt eine zentrale Rolle. Naturvermittelnde Bildungsangebote und wissensvermittelnde Elemente oder Stationen sollen Schüler*innen begeistern. Weitere Schulen könnten als Naturparkschulen gewonnen werden, und bestehende rezertifiziert. Ebenso sollen bewusstseinsbildende Maßnahmen auch Erwachsene verstärkt und vertiefend trilingual erreichen.

Die Zusammenarbeit mit Naturpark-Partnerbetrieben, der Land- und Forstwirtschaft sowie Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben trägt dazu bei, die Natur und naturnahe nachhaltige Produktion einer breiten Bevölkerung näherzubringen. Regionale Naturparkspezialitäten und Produkte sollen verstärkt präsentiert und vermarktet werden, unter anderem im eigenen Café und Shop als auch in gastronomischen Angeboten, wodurch auch die regionale Wirtschaft profizieren soll.

Biodiversität und Klimaschutz bilden zentrale Zukunftsthemen des Naturparks. Sie werden verstärkt in der Bewusstseinsbildung sowie in Ausstellungen und Sonderausstellungen verankert.

Conclusio

Abschließend kann festgehalten werden, dass im Mittelpunkt des Projektes das Überziel steht, Natur erlebbar zu machen, die biologische Vielfalt langfristig zu schützen und nachhaltige Nutzungsformen und Regionalentwicklung zu fördern. Durch die konsequente Umsetzung des Naturpark-Konzeptes wird der Naturpark Hochmoor Schrems als bedeutender Natur-, Bildungs- und Erlebnisraum nachhaltig gestärkt und verankert.

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