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Was ist ein Ramsarzentrum?

Das UnterWasserReich ist ein Ramsarinformationszentrum.

Die Ramsar-Konvention bezeichnet das „Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung."  Sie ist eines der ältesten internationalen Vertragswerke zum Umweltschutz, durch die UNO initiiert und 1971 in der iranischen Stadt Ramsar unterzeichnet. Bis dato sind 169 Staaten der Konvention beigetreten; in Österreich wurden bisher 23 Gebiete in die „Liste international bedeutender Feuchtgebiete" aufgenommen, darunter auch die Waldviertler Teiche, Moore und Flusslandschaften.

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Sonnentau


Die Beitrittsstaaten sind durch das Abkommen verpflichtet, die Biodiversität in den jeweiligen Gebieten zu erhalten.
Dabei sind vier Hauptbereiche umzusetzen:
1) Schutz von Feuchtgebieten
2) Förderung der internationalen Zusammenarbeit beim Schutz von Feuchtgebieten
3) Förderung des Informationsaustausches über Feuchtgebietsschutz und
4) Unterstützung der Arbeit der Konvention.

 

 

Für die Waldviertler Teiche, Moore und Flusslandschaften treffen folgende internationale Ramsar-Kriterien zu:

Ein Feuchtgebiet gilt als international bedeutend, wenn es repräsentative, seltene oder einzigartige Beispiele von natürlichen oder naturnahen Feuchtgebietstypen innerhalb der entsprechenden biogeographischen Region aufweist.

Ein Feuchtgebiet gilt als international bedeutend, wenn es gefährdete, stark gefährdete Arten oder vom Aussterben bedrohte ökologische Gemeinschaften beherbergt.

Ein Feuchtgebiet gilt als international bedeutend, wenn es Populationen von Pflanzen- und/oder Tierarten beherbergt, die für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in der jeweiligen Region von Bedeutung sind.

Ein Feuchtgebiet gilt als international bedeutend, wenn es Pflanzen- und/oder Tierarten in einem kritischen Stadium ihrer biologischen Entwicklungszyklen beherbergt, oder als Lebensraum bei ungünstigen Bedingungen dient.